WIR ÜBER UNS

Die Automobilhistorische Gesellschaft e. V. (AHG) ist ein Zusammenschluss von Fachleuten, die auf dem Gebiet der Kraftfahrzeuggeschichte forschen und publizieren. In der AHG sind maßgeblich Historiker, Publizisten, Techniker, Dozenten, Chronisten, Archivare, Museumsbetreiber, Kuratoren und Privatsammler vertreten. Die AHG ist wirtschaftlich wie politisch unabhängig und finanziert sich ausschließlich durch die Beiträge ihrer Mitglieder sowie durch Spenden.

Gründung, Vorstand

Die AHG wurde am 22. November 1997 in Berlin gegründet. Gründungsmitglieder waren Georg Amtmann, Erik Eckermann, Prof. Dr. Peter Kirchberg, Michael Graf Wolff Metternich, Hans-Otto Neubauer, Matthias Pfannmüller, Halwart Schrader und Dr. Immo Sievers.

Der Vorstand, der anlässlich der letzten Mitgliederversammlung 2016 gewählt wurde, besteht aus Wolfgang Blaube (Automobiljournalist, Hamburg; im unteren Foto links) als erstem Vorsitzenden, Jan-Hendrik Wolf (Jurist, Kelkheim; Foto mitte) als zweitem Vorsitzenden sowie Thomas Ulrich (Bankkaufmann, Berlin; Foto rechts) als Geschäftsführer.

Zwecke und Ziele

Bei der Gründungsversammlung der Automobilhistorischen Gesellschaft e. V. im Jahr 1997 wurde folgender Zweck des Vereins formuliert:

„Der Verein bezweckt die Pflege der Automobilgeschichte, insbesondere den Zusammenschluss von Historikern, die sich auf dem Gebiet der Automobilgeschichte ausgewiesen haben. Der Verein soll den Gedankenaustausch der Mitglieder, die Forschung auf dem Gebiet der Automobilgeschichte und die Publikation von Forschungsergebnissen, insbesondere im Ausbildungsbereich, fördern. Der Verein setzt sich zum Ziel, Dokumente zur Automobilgeschichte zu sammeln und zu erhalten.“

Seitdem hat sich der Umgang mit der Entwicklung unserer Motorisierungskultur erheblich gewandelt; vor allem dadurch, dass in der Öffentlichkeitsarbeit großer Industrieunternehmen zunehmend historische Leistungen und Errungenschaften zitiert werden. Dies geschieht nicht immer objektiv, sondern immer häufiger in Form „markenfreundlich gefärbter Auslegungen“. Deshalb versteht sich die AHG heute auch als kritische, korrektive Instanz mit zwei Kernzielen:

  • in Medien und der Öffentlichkeit die wahrheitsgemäße Darstellung automobilhistorischer Zusammenhänge zu fördern und
  • uns für diejenigen Modelle, Innovationen und Errungenschaften vergangener Firmen einzusetzen, die abseits von Markenkommunikation und Medienpräsenz Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten. Gleiches gilt für die Menschen dahinter.

Die Würdigung verblichener Namen und Leistungen aus der Automobilhistorie ist in zahlreichen Fachartikeln und Fachbüchern, die bislang von unseren Mitgliedern publiziert wurden, ein zentrales Thema.

Aktivitäten

Im Rahmen der Jahreshauptversammlungen, die an wechselnder Orten innerhalb Deutschlands stattfinden, richtet die AHG verschiedene themenbezogene Programme aus. Dazu gehören einzelne Vorträge von Mitgliedern oder entsprechenden Fachleuten, aber auch ganztägige Kolloquien zu bestimmten Aspekten und Teilbereichen der Motorisierungsgeschichte. Weitere Aktivitäten, etwa die Teilnahme an Fachmessen oder sonstigen Veranstaltungen mit automobilem Bezug, finden unregelmäßig statt. Darüber hinaus treffen sich regionale Gruppen von AHG-Mitgliedern zum Erfahrungsaustausch.

Kontakte

Die Automobilhistorische Gesellschaft e. V. ist der Oldtimer-Sektion des ADAC als deutsche Repräsentanz der FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) verbunden. Zu den großen automobilhistorischen Vereinigungen Italiens (AISA; Associazione Italiana per la Storia dell’Automobile) und der USA (The Society of Automotive Historians) bestehen persönliche Kontakte, ebenso zu den Klassik-Ressorts sämtlicher deutscher und vieler ausländischer Automobilhersteller sowie zu praktisch allen deutschsprachigen Fachmedien. Einige AHG-Mitglieder sind für Automobilhersteller, Museen und Veranstalter beratend tätig.

Mitgliedschaft

Um eine persönliche Mitgliedschaft kann sich jeder bewerben, der die Werte der AHG (siehe „Zwecke und Ziele“) teilt und zum entsprechenden Austausch mit anderen Mitgliedern bereit ist. Insbesondere sind Mitglieder willkommen, die zur Geschichte des Automobils im weiteren Sinne – also auch der des Motorrades und des Nutzfahrzeugs – forschen und publizieren. Der Besitz eines oder mehrerer klassischer Fahrzeuge wird gern gesehen, ist aber keine Voraussetzung. Auch eine korporative Mitgliedschaft ist möglich. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 40,00 Euro pro Jahr.

Hilfe

Die AHG ist gern bereit, historische Fragen zu Fahrzeugen und Herstellern zu beantworten und gegebenenfalls Ansprechpartner mit entsprechendem Fachgebiet zu vermitteln.