Die Automobilhistorische Gesellschaft e. V. (AHG) ist ein Zusammenschluss von Fachleuten, die auf dem Gebiet der Kraftfahrzeuggeschichte forschen und publizieren. In der AHG sind maßgeblich Historiker, Publizisten, Techniker, Dozenten, Chronisten, Archivare, Museumsbetreiber, Kuratoren und Privatsammler vertreten. Die AHG ist wirtschaftlich wie politisch unabhängig und finanziert sich ausschließlich durch die Beiträge ihrer Mitglieder sowie durch Spenden.

Gründung

Die AHG wurde am 22. November 1997 in Berlin gegründet. Gründungsmitglieder waren Georg Amtmann, Erik Eckermann, Prof. Dr. Peter Kirchberg, Michael Graf Wolff Metternich, Hans-Otto Neubauer, Matthias Pfannmüller, Halwart Schrader und Dr. Immo Sievers.


Gründungsmitglieder der AHG 1997

Vorstand

Der aktuelle Vorstand besteht aus Wolfgang Blaube (Karosseriebauer und Automobiljournalist, Hamburg; erster Vorsitzender seit 2013), Jan-Hendrik Wolf (Jurist, Kelkheim; zweiter Vorsitzender seit 2016) sowie Leif Rohwedder (Journalist und Leiter Opel Classic, Neu-Isenburg; Geschäftsführer seit 2021).

Wolfgang Blaube
Erster Vorsitzender
Jan-Hendrik Wolf
Zweiter Vorsitzender
Leif Rohwedder
Geschäftsführer

Zwecke und Ziele

Bei der Gründungsversammlung der Automobilhistorischen Gesellschaft e. V. im Jahr 1997 wurde folgender Zweck des Vereins formuliert:

„Der Verein bezweckt die Pflege der Automobilgeschichte, insbesondere den Zusammenschluss von Historikern, die sich auf dem Gebiet der Automobilgeschichte ausgewiesen haben. Der Verein soll den Gedankenaustausch der Mitglieder, die Forschung auf dem Gebiet der Automobilgeschichte und die Publikation von Forschungsergebnissen, insbesondere im Ausbildungsbereich, fördern. Der Verein setzt sich zum Ziel, Dokumente zur Automobilgeschichte zu sammeln und zu erhalten.“

Seitdem hat sich der Umgang mit der Entwicklung unserer Motorisierungskultur erheblich gewandelt; vor allem dadurch, dass in der Öffentlichkeitsarbeit großer Industrieunternehmen zunehmend historische Leistungen und Errungenschaften zitiert werden. Dies geschieht nicht immer objektiv, sondern immer häufiger in Form markenfreundlich gefärbter Auslegungen. Deshalb versteht sich die AHG heute auch als kritische, korrektive Instanz mit zwei Kernzielen:

  • in Medien und der Öffentlichkeit die wahrheitsgemäße Darstellung automobilhistorischer Zusammenhänge zu fördern und
  • uns für diejenigen Modelle, Innovationen und Errungenschaften vergangener Firmen einzusetzen, die abseits von Markenkommunikation und Medienpräsenz Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten. Gleiches gilt für die Menschen dahinter.

Die Würdigung verblichener Namen und Leistungen aus der Automobilhistorie ist in zahlreichen Fachartikeln und Fachbüchern, die bislang von unseren Mitgliedern publiziert wurden, ein zentrales Thema.

In den vergangenen Jahren verstärkte die AHG erfolgreich ihre Bemühungen, verlustgefährdete automobilhistorische Dokumente sowie Artefakte aus Nachlässen und Privatarchiven zu bewahren. Hauptsächlich durch den Einsatz regionaler Arbeitskreise und einzelner Mitglieder konnten zahlreiche Bestände vor drohender Vernichtung gerettet werden. Die AHG unterstützt es ausdrücklich, das Erbe automobilhistorischer Dokumente und Artefakte zu erhalten, zu archivieren und öffentlich zugänglich zu machen. Erklärtes Ziel ist der Aufbau eines deutschen Zentralarchivs der Automobilgeschichte. Hierzu führt die AHG Gespräche mit Hochschulen, Museen sowie privaten Initiativen. Außerdem versucht der Verein, Förderer, Spender und Stifter für das Projekt zu rekrutieren.

Kontakte und Kooperationen

Als Verein, durch regionale oder thematische Arbeitskreise und mittels persönlicher Kontakte unterhält die AHG Beziehungen zu zahlreichen Organisationen. Dazu gehören unter anderem folgende nationale Vereinigungen zur Automobilgeschichte:

Außerdem ist die AHG der FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) sowie der Oldtimer-Sektion des ADAC als deren deutsche Repräsentanz verbunden.

Darüber hinaus bestehen Verbindungen zu den historischen Abteilungen und Archiven sämtlicher deutscher und vieler ausländischer Automobilhersteller, zu allen deutschsprachigen Fachmedien sowie zu verschiedenen Fahrzeugmuseen. Einige dieser Museen und Klassik-Ressorts der Hersteller sind auch als korporative Mitglieder der AHG registriert. Ebenso sind einige AHG-Mitglieder sind für Automobilhersteller, Museen und Veranstalter beratend tätig.

Die AHG ist selbst korporatives Mitglied folgender Organisationen:

Durch mehrere ihrer Mitglieder ist die AHG auch im Parlamentskreis Automobiles Kulturgut im Deutschen Bundestag vertreten. Vorsitzender des Parlamentskreises ist das AHG-Mitglied MdB Carsten Müller.

Mitgliedschaft

Um eine persönliche Mitgliedschaft kann sich jeder bewerben, der die Werte der AHG (siehe „Zwecke und Ziele“) teilt und ausdrücklich zur entsprechenden Kommunikation mit anderen Mitgliedern bereit ist. Insbesondere sind Bewerber willkommen, die zur Geschichte des Automobils im weiteren Sinne – also auch der des Motorrades und des Nutzfahrzeugs – forschen und publizieren. Der Besitz eines oder mehrerer klassischer Fahrzeuge wird gern gesehen, ist aber keine Voraussetzung. Auch eine korporative Mitgliedschaft ist möglich. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 100,00 Euro pro Jahr.

Derzeit zählt die AHG rund 100 persönliche und sieben korporative Mitglieder. Auf die Veröffentlichung unserer Mitgliederliste im Rahmen dieser Homepage müssen wir aufgrund der aktuell geltenden Datenschutz-Grundverordnung leider verzichten. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Hilfe

Die AHG ist gern bereit, historische Fragen zu Fahrzeugen und Herstellern zu beantworten und gegebenenfalls Ansprechpartner jeweiliger Fachgebiete zu vermitteln. Für die Beantwortung der Anfragen bitten wir um angemessene Geduld.