Auszeichnungen
Ab dem Jahr 2022 zeichnet die AHG anlässlich ihrer Frühlingsveranstaltung, der Metternich-Tage, zwei Personen oder Institutionen mit Preisen in Form speziell gefertigter Bronzebüsten aus. Diese werden wie folgt vergeben:
- die Metternich-Büste, benannt nach dem Automobilhistoriker und AHG-Gründungsmitglied Michael Graf Wolff Metternich (1920–2018), für eine besondere deutschsprachige Publikation mit automobilhistorischer Relevanz
- die Maybach-Büste, benannt nach dem Automobilpionier Wilhelm Maybach (1846–1929), für ein herausragendes Verdienst oder Engagement im Sinne der Fahrzeuggeschichte.
Zur Nominierung für die Metternich-Büste können Autoren, Publizisten und Verlage jeweilige Belegexemplare ihrer Werke bei der AHG einsenden. Die Preisträger werden von Fachjurys gewählt. Die Juroren sind Mitglieder der AHG. Die Skulpturen sind rund 25 cm hoch, wiegen etwa 2400 Gramm und bestehen aus Bronzeguss. Schöpferin ist die Kunstbildhauerin Jeanette Nagel-Schmidt.

Die Gewinner 2025
Hameln am 3. Mai 2025: Im Museum der Hamelner Automobilgeschichte ehrt die Automobilhistorische Gesellschaft (AHG) die Autoren Hendrik Medrow und Halwart Schrader mit wertigen Büsten aus Bronze. Halwart Schrader erhält die Maybach-Büste für sein Lebenswerk, während Hendrik Medrow die Metternich-Büste für sein Buch „Von Blendern, Siegern, Sechszylindern – das staatliche DDR-Rennkollektiv 1951 bis 1957“ verliehen wird.
Dieses Buch beschäftigt sich ausführlich mit den Menschen und Fahrzeugen des staatlichen Autorennteams der DDR, welches vor bald einem Dreivierteljahrhundert gegründet wurde und zunächst auf dem Flugplatz Berlin Johannistal, später bei EMW in Eisenach beheimatet war. Fahrzeuge mit den Bezeichnungen R1, R2 und R3 starteten in den Klassen bis 1,5 und 2,0 Liter Hubraum des Formel-2-Reglements und waren international konkurrenzfähig. Auf gut 330 Seiten beschreibt Hendrik Medrow nicht nur Entstehung, Entwicklung und Auflösung des Rennkollektivs sowie die entwickelten und genutzten Fahrzeuge, sondern stellt auch Vergleiche mit der internationalen Konkurrenz an.
Halwart Schrader gilt als der Gründer der deutschsprachigen Oldtimerpublizistik. Tätig als Autor und Übersetzer, stammen Fachbücher und Lexika wie „Die große Automobil- Enzyklopädie – 100 Jahre Geschichte, 2500 Marken aus 65 Ländern“ und die Serie „Schrader- Auto-Chronik“, aber auch (mit einem Co-Autor) „Alternativ mobil – die Geschichte der E- Mobilität von 1891 bis morgen“ aus seiner Feder. Er ist Mitglied des Antique Automobile Club of America (AACA), der Society of Automotive Historians (SAH), der Guild of Motoring Writers und Gründungsmitglied der AHG. Für den 90-Jährigen Halwart Schrader nahm sein Bruder die Maybach-Büste entgegen.

Hendrik Medrow mit Metternich-Büste (rechts) und der Bruder von Halwart Schrader, mit Maybach-Büste.
Im Hintergrund von links die Laudatoren Leif Rohwedder und Gerhard Plagge sowie Jurypräsident Matthias Doht.
Die Gewinner 2024
Im Rahmen der Metternich-Tage erfolgte die Preisverleihung am 20. April 2024 im Audi museum mobile in Ingolstadt an den schweizerischen Autor Roger Gloor sowie Karsten Arndt, Initiator und Moderator des Podcasts „Alte Schule“.
Diesjähriger Preisträger der Metternich-Büste ist Roger Gloor, Autor ungezählter Artikel in den Zeitschriften „Automobil Revue“ und „Auto Exklusiv“. Ebenfalls aus seiner Feder stammen zahlreiche Bücher, beispielsweise die vier Bände „Alle Autos der 50er/60er/70er/80er Jahre“, „Zukunftsautos der 80er Jahre“ und jüngst „Italienische Autos 1945 bis 1990“.
Der Preisträger der Maybach-Büste Jahres ist Karsten Arndt. In seinem im Mai 2019 erstmals produzierten Podcast „Alte Schule – die goldene Ära des Automobils“ (www.alteschule.tv) spricht er im Wochenabstand mit Ingenieuren wie Fritz Indra, Mario Theissen, Ulrich Gauffrés und Wolfgang Reitzle. Ebenso zu Wort kommen Autobauer und -veredler wie Alois Ruf, Karl Geiger, Peter Melkus und Ulrich Bez sowie Designer wie Vittorio Strosek, Harm Lagaay und Hans A. Muth. Nicht zu vergessen Rennfahrer wie Walter Röhrl, Peter Mücke, Gerhard Berger und Emerson Fittipaldi.
Die Gewinner 2023
Die Automobilhistorische Gesellschaft e. V. (AHG) verlieh am 29. April 2023 in Einbeck einmal mehr ihre wertvollen Preise: die Maybach-Büste, mit der ein besonderes Engagement zur Fahrzeuggeschichte ausgezeichnet wird, sowie die Metternich-Büste für eine herausragende publizistische Leistung.
Mit letzterer Büste, die den Automobilhistoriker und AHG-Mitbegründer Michael Graf Wolff Metternich (1920–2018) darstellt, wurde der Fachbuchautor Werner Schollenberger aus Ober-Ramstadt für sein besonders aufwändig gestaltetes Werk „Bernd Reuters“ geehrt. Rund 25 Jahre lang hatte er seine Bilder und Recherchen über den Pionier der modernen Automobil-Werbegrafik zusammengetragen, schließlich in dem 330-Seiten-Buch zusammengefasst und damit die hochkarätig besetzte Fachjury der AHG überzeugt.
Den zweiten massiven Bronzekopf, der nach dem Automobilpionier Wilhelm Maybach (1846–1929) benannt ist, erhielt Karl-Heinz Rehkopf, Initiator des PS- Speichers in Einbeck und damit der größten öffentlich zugänglichen Sammlung historischer Fahrzeuge in Deutschland, wenn nicht in Europa. Dabei honorierten die Juroren vor allem seinen leidenschaftlichen persönlichen Einsatz für die Erhaltung der weltweit umfangreichsten Kollektion überwiegend einzigartiger Nutzfahrzeug- Oldtimer, der die Zerschlagung drohte – und die nun in der niedersächsischen Kleinstadt von Jedermann bestaunt werden kann.

Die ersten Gewinner: Maybach- und Metternich-Büste
Zum ersten Mal verliehen: Maybach-Büste und Metternich-Büste
für herausragende automobilhistorische Leistungen
– Automobilhistorische Gesellschaft ehrt herausragende Leistungen
– Maybach-Büste an Motorjournalist Ulf Schulz verliehen
– Historiker Prof. Dr. Peter Kirchberg erhält Metternich-Büste
– Festliche Verleihung in Eisenach
Die Automobilhistorische Gesellschaft e. V. (AHG) verlieh am 14. Mai 2022 in Eisenach erstmals ihre neuen Preise: die Maybach-Büste, mit der ein besonderes Engagement auf dem Feld der Fahrzeuggeschichte geehrt wird, und die Metternich-Büste, die sich auf eine bedeutende publizistische Leistung bezieht.
Erstere – benannt nach dem Automobilpionier Wilhelm Maybach (1846–1929) – ging an den Berliner Ulf Schulz. Die AHG-Jury sah nicht nur in dem Gesamtkonzept des 43jährigen Motorjournalisten zum 100. Geburtstag der Avus ein herausragendes Verdienst; Laudator Carsten Müller, als MdB Vorsitzender des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut im Deutschen Bundestag, lobte vor allem Ulf Schulz’ unbeirrten Einsatz, mit dem er seine Ideen und Ideale selbst gegen massive Widerstände durchsetzte.
Den zweiten schweren Bronzekopf, der den Automobilhistoriker und AHG-Mitbegründer Michael Graf Wolff Metternich (1920–2018) zeigt, erhielt Prof. Dr. Peter Kirchberg (87) für sein literarisches Lebenswerk, wobei insbesondere die Bücher „Plaste, Blech und Planwirtschaft. Die Geschichte des Automobilbaus in der DDR“ sowie „Automobilgeschichte in Deutschland – die Motorisierungswellen bis 1939“ die Juroren überzeugten. „Gerade die Kombination aus spannender Erzählform und plastischen Darstellungen komplexer historischer Zusammenhänge machen diese beiden Bücher zu überragenden Standardwerken“, betonte Wolfgang Blaube, erster Vorsitzender der AHG, in seiner Laudatio.

Die beiden Preisträger Prof. Dr. Peter Kirchberg und Ulf Schulz mit der Jury